Sechs Mannschaften spielten am Sonntag um einen Wanderpokal. Das Gros der Kicker war dabei über 55, ein Teil über 70 Jahre. Deutlich jünger waren nur die Fußballerinnen des SC Erkelenz, die nach den Regeln von Walking Football mitkickten.

Sie heißen „Silber Mispel Allstars“. Und „Fusseberg Kicker Helpenstein“. Oder ganz schlicht „Ü60 Walking Football ASV Süchteln“. Gemeinsam mit den Sportfreunden Leuth und den Fußballfrauen des SC Erkelenz spielten sechs Teams ein Turnier in Süchteln, das in dieser Form eine Rarität im hiesigen und den angrenzenden Fußballkreisen ist: ein sportlicher Vergleich in der aufstrebenden Sportart Walking Football. Für Ausrichter ASV Süchteln war es eine Premiere.

 

Dass die Fusseberg Kicker vor den Allstars und den Fußballerinnen gewannen und den Wanderpokal mit nach Neuss nahmen, war am Ende nur eine sportliche Randnotiz. „Das war ein tolles Turnier, eine prima Organisation und ein Sonntag mit netten Begegnungen“, so fasste es der Leuther Walking-Football-Leiter Hermann-Josef Vitt am Ende treffend zusammen. Vom Fusseberg-Kicker-Chef Winfried Titze kam sofort die Ansage: „Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder zu euch.“ Und Paul Mrochen, verantwortlich für die Walking-Footballer der Allstars, lobte die Initiative des Veranstalters, Fußballerinnen einzuladen: „Sie waren hochmotiviert und haben uns alles abverlangt.“

Für sie machten die ASV-Organisatoren eine Ausnahme: Die Fußballfrauen aus Erkelenz, jüngst in die Bezirksliga aufgestiegen, ergänzten das Teilnehmerfeld, das sonst aus Kickern bestand, deren Gros älter als 55 Jahre ist. Aber auch für die Erkelenzerinnen galt für dieses Turnier, sich an die Walking-Football-Regeln zu halten. Laufen ist tabu, Zweikämpfe sind nicht erlaubt, der Ball darf nicht höher als einen Meter gespielt werden. Damit zwei Spielfelder gebildet werden konnten, stellten die Silber Mispel Allstars von Blau-Weiß Concordia Viersen ihre WF-Tore bereitwillig zur Verfügung.

Obwohl sich immer mehr Vereine um die Integration von Walking Football in ihr Angebot bemühen, ist es nach wie vor schwierig, für ein Turnier genügend Mannschaften zu finden. Die beiden ASV-Turnierorganisatoren Armin Wildenberg und Wolfgang Küppenbender haben über Wochen Kontakt zu zahlreichen Vereinen gehabt, um das Teilnehmerfeld interessant zu gestalten. Veranstalter ASV Süchteln bildete schließlich zwei eigene Teams, um den Reiz der Spiele zu erhöhen. Da das Turnier in die Veranstaltungen um den Süchtelner Höhen-Cup eingebunden war, gab es auf der ASV-Platzanlage reichlich Abwechslung.

Inzwischen laufen schon die Vorbereitungen für ein weiteres Turnier im nächsten Jahr mit mehr als sechs Teilnehmern. „Ich rechne damit, dass bis dahin mehr Vereine Walking Football anbieten werden. Das macht es leichter, Gastteams zu finden“, sagt Wildenberg. Außerdem gibt es Interesse von Vereinen, auch Spiele unabhängig von Turnieren zu bestreiten. Küppenbender: „Wir haben nach dem Turnier nicht nur viel Lob, sondern auch mehrere Einladungen bekommen. Das ist ein schöner Nebeneffekt.“

Quelle: ASV Süchteln/ Dieter Weber
Fotos von Cornelia Reimann-Borkowsky

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